Batterieleistung und Leistungszyklen: So passen Sie Ihren Bagger an die Schicht an
In diesem Artikel:
- Die Durchhaltefähigkeit einer Maschine hängt eher vom Leistungszyklus als von den reinen Schichtstunden ab.
- Durch intermittierenden Betrieb können Elektromotoren die Leistungsaufnahme zeitweise unterbrechen, wodurch sich die Akkulaufzeit über komplette Arbeitsschichten verlängert.
- Das schnelle Laden mit Gleichstrom zur Mittagszeit gleicht den Energieverlust bei schweren, kontinuierlichen Grabungsprojekten aus.
1.
Wie beeinflussen die Leistungszyklen auf der Baustelle die Maschinenauswahl?
Bei der Maschinenauswahl kommt es eher auf den Leistungszyklus als auf die reinen Schichtstunden an. Wie kontinuierlich Ihre Maschine im Einsatz ist, entscheidet darüber, ob eine elektrische Maschine zu Ihrem Arbeitsablauf passt oder ob weiterhin ein Dieselantrieb erforderlich ist.
Da ein Elektromotor in dem Moment, in dem die Bewegung stoppt, keine Energie mehr bezieht, können elektrische Maschinen auf Baustellen mit natürlichen Betriebspausen die Akkulaufzeit über einen gesamten Arbeitstag hinweg verlängern. Ununterbrochene Arbeitsabläufe mit hoher Belastung erfordern einen anderen Ansatz.
- Intermittierende Leistungszyklen: Versorgungsunternehmen, Straßenbau, Landschaftsbau und städtische Bauvorhaben sind mit häufigen Pausen verbunden, beispielsweise für Vermessungen vor Ort, die Ausrichtung von Material oder das Warten auf Lkws zum Transport. Der Stromverbrauch sinkt während dieser inaktiven Intervalle auf null, sodass die Standard-Akkukapazitäten für volle 8- bis 10-stündige Tagesschichten ausreichen.
- Kontinuierliche Hochlastzyklen: Großflächige Grabarbeiten, kontinuierliche Lkw-Beladung oder ununterbrochene Arbeiten mit dem Hydraulikhammer erfordern eine durchgehend hohe Leistungsaufnahme. Bei ununterbrochener Belastung erschöpfen sich die Akkureserven schneller, was ein geplantes schnelles Laden mit Gleichstrom bei Mittagspausen erfordert – oder den Einsatz herkömmlicher Verbrennungsmotoren, wenn keine Ladeinfrastruktur vorhanden ist.
2.
Richtwerte für die Betriebszeiten der gesamten Develon-Produktpalette
| Modell | Kategorie | Richtwerte für die Betriebszeit | Ideales Anwendungsprofil |
|---|---|---|---|
| DX23E-7 | Minibagger | Bis zu 8 Betriebsstunden | Innenrenovierung, städtische Versorgung, Landschaftsbau |
| DX160WE-7K | Mobilbagger | Bis zu 10 Betriebsstunden | Straßenbau in der Stadt, kommunale Versorgung, städtische Aufgaben an mehreren Standorten |
| DX230LCE-7 | Kettenbagger | Rund 9 Betriebsstunden | Allgemeine Erdbewegungsarbeiten, Wohnbebauung |
| DX250LCE-7 | Kettenbagger | Bis zu 12 Betriebsstunden | Schwere Erdbewegungsarbeiten, gewerblicher Bau, lange Schichten |
(Hinweis: Die tatsächliche Laufzeit variiert je nach Umgebungstemperatur, Hydrauliklast, Einsatz der Anbaugeräte und Fahrertechnik.)
3.
Faktoren für die Betriebskosten und die Realität der Wartung
Elektrobagger haben einen höheren Anschaffungspreis. Auf subventionierten Märkten ist es oft möglich, den endgültigen Kaufpreis zu senken. Geringere Wartungskosten tragen zusätzlich zur Verbesserung der Gesamtbetriebskosten bei.
4.
Wartungsumfang und geplante Ausfallzeiten
Bei elektrischen Maschinen entfällt die Wartung des Verbrennungsmotors. Die mechanische Wartung des Fahrwerks und der Hydrauliksysteme bleibt jedoch identisch mit der bei Dieselmodellen:
- Entfallene Wartungspunkte: Motoröl, Ölfilter, Kraftstofffilter, Luftvorfilter, AdBlue® (DEF)-Flüssigkeiten sowie Ausfallzeiten aufgrund der DPF-Zwangsregeneration.
- Beibehaltene Wartungspunkte: Tägliche Schmierpunkte, Spannung der Raupen/des Fahrwerks, Schmierung der Schwenklager, Wechsel von Hydrauliköl und -filtern sowie Verschleißteile der Schaufel.
5.
Akkuspezifikationen (LiFePO4)
Schwerere Modelle – darunter der DX160WE-7K, der DX230LCE-7 und der DX250LCE-7 – nutzen Lithium-Eisenphosphat-Chemie (LiFePO4). Dieser Akkutyp wurde aufgrund seiner hohen thermischen Stabilität und Zyklenbeständigkeit unter hohen Entladungslasten ausgewählt und ist darauf ausgelegt, den Kapazitätsverlust über den mehrjährigen Lebenszyklus der Flotte hinweg zu minimieren.
6.
Checkliste für Flottenmanager: Die Umstellung
Bevor Sie einen Elektrobagger in Ihre Flotte aufnehmen, prüfen Sie folgende Voraussetzungen vor Ort:
- Prüfung der Strominfrastruktur: Überprüfen Sie die verfügbare Netzkapazität (Zugang zu einer Standardsteckdose mit 400 V, 32 A/63 A) oder planen Sie an netzfernen Standorten die Anschaffung eines mobilen Batterie-Energiespeichersystems (BESS) ein.
- Bewertung von Arbeitsauslastung und Leistungszyklen: Analysieren Sie Ihren spezifischen täglichen Betriebsablauf, anstatt sich auf Standard-Schichtzeiten zu verlassen. Die grundlegende Akkulaufzeit hängt direkt von der Belastungsintensität auf der Baustelle, der kontinuierlichen hydraulischen Leistungsaufnahme und den verfügbaren Ladefenstern ab.
- Bewährte Praktiken für Bediener: Schulen Sie die Bediener im energiebewussten Betrieb und richten Sie das Aufladen während der vorgeschriebenen Mittagspausen ein.